Frühe Information über Zuwanderung erwünscht | WAZ.de

02.12.2014 | 18:34 Uhr

Das „Bündnis für Leithe“ hat zum Rundgang durch den Ortsteil und zur Diskussion eingeladen. Im Bild: Diskussion mit Ute Bogucki (Mitte).Foto:Jürgen Theobald

„Bündnis für Leithe“ lud zum Rundgang. Sozialamtsleiterin Bogucki stand Rede und Antwort

Zum Rundgang durch Leithe und zur Diskussion hat das „Bündnis für Leithe“ Bürger und Amtsträger eingeladen. Es war die zweite Begehung dieser Art im Ortsteil. Wie Bündnis-Sprecher Holger Bleul mitteilt, sollte weiter besprochen werden, was beim Termin im Mai diesen Jahres aufgefallen und notiert worden ist.

Das „Bündnis für Leithe“ hatte sich um eine möglichst große Runde aus den Verantwortlichen der verschiedenen Ressorts bemüht. Bleul: „Es gibt für jeden Bereich Gesprächsbedarf.“ Zugesagt hatte jedoch nur Ute Bogucki, Amtsleitung Soziales und Wohnen. Das Schulverwaltungsamt und die Zentralen Dienste hätten gar nicht reagiert, die anderen Vertreter abgesagt.

Dies hatte zur Folge, so Bleul, dass die ursprünglich größer angelegte Begehung auf zwei Stationen beschränkt werden musste: die Hollandschule und das Gelände der ehemaligen Grundschule in der Bertramstraße. 25 interessierte Bürger nahmen teil, darunter auch lokale Politiker, der ehemalige Bezirksbürgermeister Hans Balbach und zwei Vertreterinnen des Seniorenbüros.

Für die Hollandschule, mit der Belegung von Asylsuchenden und Flüchtlingen, „stand Amtsleiterin Bogucki den Fragen sachkundig und interessiert Rede und Antwort“, so das Resümee. So habe sich die Frage nach der Informationspolitik der Stadt gestellt. Kritisiert wurde, dass die Informationen der Stadt zu spät oder gar nicht in die Öffentlichkeit getragen wurden. Bleul: „Das Gefühl, übergangen worden zu sein, schürt eine negative Grundstimmung.“ Bogucki erklärte, dass die Stadt eine ehrenamtliche besetzte Koordinationsstelle zum Jahresbeginn einrichten will.

Zweite Station war der Spielplatz, am Tor zum Schulhof der ehemaligen Grundschule Bertramstraße. Bleul: „Das Hauptgebäude ist von innen verschimmelt, die Tafeln wurden entfernt. Das neuere Ganztagsgebäude aber ist noch in gutem Zustand.“ Das Bündnis schlägt vor, dass dieses Gebäude von Senioren- und Jugendgruppen, Sportvereinen oder für kulturelle Aktivitäten genutzt werde. Doch steht die Bertramstraße 6 auf der Verkaufsliste der Stadt Bochum.

WAZ-Redaktion Wattenscheid

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2. Rundgang durch Leithe verschoben

Für Samstag, den 20.09.14 war eigentlich der 2. Rundgang durch Leithe geplant, bei dem Bochumer Amtsträgern die bereits im Mai bei dem ersten Rundgang erstellte Mängelliste übergeben und erläutert werden sollte. Zu diesem Zwecke waren zahlreiche Amtsträger, u.A. Stadtbaurat Dr. Kratzsch und Frau Bogucki, Leiterin des Amt für Soziales und Wohnen,

eingeladen. Dr. Kratzsch hatte noch mit seiner Antrittsrede vom 17. November 2006 mit folgenden Worten für Hoffnung gesorgt:

Die Verwaltung agiert nicht allein, sondern im Verbund, im Dialog mit den Gruppen vor Ort, mit den ehrenamtlichen Tätigen, den Sozialeinrichtungen, den kulturellen Initiativen und den Unternehmen der Wirtschaft. In Zukunft werden wir viel mehr als bisher über Kooperationsformen nachdenken müssen, um die für den sozialen Zusammenhalt einer Kommune richtigen und wichtigen Aufgaben auf Dauer zu erhalten und zu gewährleisten.

Doch es scheint, dass Dr. Kratzsch inzwischen über die Kooperationsformen nachgedacht hat, denn er hat unsere Einladung ziemlich schroff mit folgenden Worten abgelehnt:

Für Ihre Einladung der Teilnahme am Rundgang am 20. September 2014 bedanke ich mich, hieran werde ich nicht teilnehmen.

Frau Bogucki hatte zunächst Ihre Teilnahme zugesagt. Daher planten wir, den 2. Rundgang mit dem Fokus auf die sozialen Mißstände zu gestalten. Doch auch Frau Bogucki hat nachträglich zu Beginn der Woche abgesagt. Daraufhin hat sich das Bündnis für Leithe kurzfristig entschlossen, den 2. Rundgang auf einen Termin nach den Herbstferien zu verschieben.

Wir werden die Amtsträger nochmals einladen, sich mit uns die Mißstände in Leithe anzusehen und unsere Ideen anzuhören, die wir zur Verbesserung entwickelt haben.

Über den genauen Termin und Ablauf des Rundgangs werden wir noch gesondert informieren.